Agiles Mindset entwickeln Meeting

Agiles Mindset entwickeln

Mehr Akzeptanz für Führungskräfte in der Sandwich-Position durch den Inner Leadership Kompass.

Ich unterstütze Team- und Abteilungsleitern eine kristallklare Positionierung zu erreichen ohne im Sandwich zwischen den Polen zerrieben zu werden.

Das Resultat: Mehr Zufriedenheit und Produktivität für Dich und Dein Team.

Mitarbeiter lieben Vorbilder und hassen Unklarheit.

Sie folgen deshalb nicht dem fachlich besten Leader, sondern einem guten, der sie inspiriert, selber besser zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet Agiles Mindset?

Warum agil arbeiten?

Was sind agile Werte und Prinzipien?

Agiles Mindset entwickeln

Agiles Mindset Training

Agiles Mindset Buchempfehlung

Was bedeutet agiles mindset?

Unter einem Mindset versteht man grundsätzlich eine allgemeine Haltung, Einstellung und Herangehensweise an Situationen. Dabei besteht das Mindset aus zwei Teilen. Der eine Teil besteht aus stabilen Persönlichkeitsmerkmalen die den Charakter einer Person beschreiben und der andere Teil besteht aus in sozialen Interaktionen erworbenen Verhaltensweisen. Das agile Mindset ist hat besondere Eigenschaften, die die Zusammenarbeit in einem Team bzw. Unternehmen charakterisieren und sich scharf von klassischen Zusammenarbeitsweisen differenzieren. Das agile Mindset besteht aus gelebten Werten und Prinzipien die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit unabdingbar sind.

Agiles Mindset - Warum agil arbeiten?

Warum sollte man überhaupt agil arbeiten? Das ist eine berechtigte Frage, denn nicht in allen Organisationen und Teams ist eine agile Arbeitsweise sinnvoll. Allerdings muss man bei dieser Frage zwei Themen scharf von einander trennen. Denn bei der Frage nach agilen Arbeitsweisen verstehen die Meisten Menschen darunter Prozesse, Methoden (Design Thinking, Kanban, Scrum, etc...) und Tools (Jira, Confluence, Slack, Trello, etc.). Beim Thema agile Arbeitsweisen muss man allerdings Agile Methode und Agiles Mindset von einander trennen. Die Methoden umfassen also alle vorgenannten Vorgehensweisen und Tools, die technische oder methodische Lösungen für die Abarbeitung von anstehenden Arbeitsschritten liefern. Das agile Mindset jedoch beschreibt ausschließlich die Einstellung und menschliche Herangehensweise an Herausforderungen. Sehe ich zuerst das Problem oder denke ich bereits in Lösungen? Finde ich nur Ausreden warum etwas nicht geht, oder denke ich darüber nach, wie ich es machbar machen kann? Wenn ein Fehler geschehen ist, suche ich dann einen Schuldigen oder befasse ich mich damit, wie man aus dem Fehler lernen kann? Alles dies sind Fragestellungen der eigenen Haltung und Einstellung zu Herausforderungen.

 

Bei der Frage, ob es sinnvoll ist agil zu arbeiten beziehungsweise warum man überhaupt agil arbeiten soll denken die meisten Menschen folglich an die prozessseitigen und methodischen Vor- und Nachteile von agilen Arbeitsweisen. Und diese sind tatsächlich nicht in allen Organisationen oder nur in speziellen Teams notwendig.

Wenn es bei der Frage aber um den Mindset Teil des agilen Arbeitens geht, dann wird diese Frage seit Jahrzehnten bereits von Arbeits- und Organisationspsychologen ganz einfach beantwortet:

 

Ein agiles Mindset verbessert das Arbeitsklima, die Selbstwirksamkeit, die Arbeitszufriedenheit und aus unternehmerischer Sicht am interessantesten: die Produktivität und die qualitativen Ergebnisse der Mitarbeiter steigen.

 

Was sind agile Werte und Prinzipien?        

 
 
 

Die agilen Werte basieren ursprünglich auf dem Agile Manifesto aus der Softwareentwicklung. Die Werte sind allerdings allgemeingültige und können 1:1 auf nicht-IT Bereiche übertragen werden. Bei den agilen Werten und Prinzipien gibt es zwei Sichtweisen: die organisationelle und die individuelle. Im Bild oberhalb werden die Werte aus der Perspektive der Organisation dargestellt. Diese vier Werte lenken und leiten sämtliches Tun und Handeln einer Organisation. Bei jeder Handlung bei jeder Entscheidung sollte ein Mitarbeiter und allen voran Führungskräfte sich also an diesen Werten orientieren. Deswegen sind sie auch als "ist wichtiger als" formuliert. Denn es geht nicht um ein entweder/oder. Allein aus gesetzlichen Bestimmungen ergeben sich häufig schon zum Beispiel Dokumentationspflichten. Aber der Detailgrad dieser Dokumentation ist in der Regel nicht exakt beschrieben. Und an dieser Stelle setzt eben der Wert "Funktionierendes Produkt ist wichtiger als umfassende Dokumentation an".

Bei den individuellen Werten tauchen viele Werte wieder auf, die sich die allermeisten Unternehmen als ihre Unternehmenswerte auf ihre Homepage oder in ihre On-Boarding Unterlagen schreiben. Daher sind agile Werte und Prinzipien auf individueller Ebene nichts Neues, sondern im Gegenteil Bestandteil unserer Arbeitskultur. Der Unterschied liegt nun wiederum im Detail. In den allermeisten Unternehmen bestehen diese Werte tatsächlich nur auf dem Papier. Welches Unternehmen würde zum Beispiel seine Top Führungs- oder Vertiebskraft vor die Tür setzen, die erstklassige Zahlen liefert, aber durch die Kollegen menschlich verachtet wird und das Betriebsklima nachhaltig ruiniert? Es gibt einige wenige Beispiele, wo sich Unternehmen tatsächlich von solchen Kollegen trennen. Diese Unternehmen sind davon überzeugt, dass die Ergebnisse dieser Einzelperson niemals so groß sein können, wie die Gesamtergebnisse aller demotivierten Kollegen/innen, die wegen dieser Person nur auf Sparflamme arbeiten (können). Zu den wichtigen agilen Werte auf Individualebene gehören somit die folgenden.

Agile Werte

  • Commitment

  • Einfachheit

  • Feedback

  • Fokus

  • Kommunikation

  • Mut

  • Offenheit

  • Respekt

Die agilen Prinzipien brechen die agilen Werte weiter in die Alltagsroutine herunter. Sie beantworten also die Frage "Wenn diese Werte (siehe oben) uns wichtig sind, was müssen wir dann im Alltag tun, um sie zu leben?" Diese Liste kann natürlich nicht abschließend sein und jedes Team muss sie auch für sich anpassen. Sie dient allerdings als eine gute Diskussionsgrundlage.

Agile Prinzipien

  • Autorität wird erworben und nicht per Status verliehen

  • Teamleistung schlägt Einzelleistungen - toxische Kollegen/innen werden nicht auf Grund ihrer Leistung toleriert

  • Sich stetig an die Situation anpassen

  • Anwender/Kunden aktiv in die Entwicklung einbinden

  • Verantwortung übernehmen

  • Arbeit sichtbar machen

  • Baby-Schritte, inkrementelles Vorgehen

  • Dem Team alle notwendigen Ressourcen geben, um Entscheidungen selber zu treffen

  • Fokus auf: Business Value

  • Das Ganze betrachten

  • Im Flow sein

  • Gegenseitigen Nutzen ermöglichen

  • Lernen verstärken

  • Mitmenschlichkeit gewähren

  • Reflektion ermöglichen

  • Scheitern und Fehler machen als Teil des Verbesserungsprozesses akzeptieren

  • Zusammenarbeit und Kooperation aller Beteiligten

  • «Lernen» macht genauso viel Freude wie «Können»

  • Perfektion ist Folge eines kontinuierlichen Veränderungsprozesses und nicht Voraussetzung

  • Der Kundennutzen steht im Fokus

  • Unternehmensvision und -mission sind echte Leitplanken und stehen nicht nur auf Papier

  • Agile Prozesse werden konsequent  über alle Unternehmensbereiche hinweg umgesetzt

 

Agiles Mindset entwickeln

Wie entwickele ich nun ein agiles Mindset? Die Antwort wird die meisten Führungskräfte und Unternehmensstrategen enttäuschen. Denn ein agiles Mindset zu entwickeln ist ein anhaltender Prozess. Die Dauer richtet sich nach vor allem zwei Faktoren "Wie groß ist das Unternehmen?"und "Wie stabil ist das Mindset der Beteiligten?". Die erste Frage nach der Größe des Unternehmens ist nicht 100% korrekt. Aber dahinter steckt folgender Gedanke:

Wenn ein Mitarbeiter in einem Großkonzern von einer Abteilung in eine andere wechselt oder von einem Team in ein anderes mit einer anderen Führungskraft, dann wird sich der veränderbare Teil der Einstellung dieser Person immer nach der jeweiligen Führungskraft richten. Bedeutet im Klartext: Im Großkonzern lässt sich nie das Mindset und damit die Unternehmenskultur kurz- oder mittelfristig ändern solange nicht radikal vom obersten Management her Veränderung eingefordert wird. Wir sind als Arbeitnehmer immer Teil eines Systems. Und wie der veränderbare Teil unseres Mindsets gestaltet ist hängt immer von der nächsthöheren Führungskraft ab.

Voraussetzungen um ein agiles Mindset zu entwickeln

Ein agiles Mindset kann ich also nur über zwei Wege entwickeln. Der erste Weg ist als Führungskraft das Mindset im eigenen Team zu entwickeln. Hier heißt es selber Vorbild sein, Grenzen und rote Linien setzen, die nicht überschritten werden dürfen und konsequent durchgreifen, wenn rote Linien übertreten werden.

Für kleine Unternehmen bis ca. 250 Mitarbeiter gibt es gute Chancen, dass sich ein agiles Mindset entwickeln kann. Die Komplexität ist durch die geringe Anzahl an Mitarbeitern deutlich geringer als im Großkonzern. Es gelten aber dieselben Prinzipien wie im Großkonzern: selber Vorbild sein, Grenzen und rote Linien setzen und konsequent handeln.

Persönlichkeitsentwicklung als Fundament des agilen Mindsets

Ein agiles Mindset lässt sich relativ einfach über Methoden der Persönlichkeitsentwicklung entwickeln. Denn in der Persönlichkeitsentwicklung geht es darum sich mit seinen Werten, Überzeugungen und hilfreichen oder nicht hilfreichen Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Diese werden in einem praxiserprobten Mentoringprozess zusammen mit einem zertifizierten Coach reflektiert. Je nach genauer Zielsetzung des Coachingprozesses können dann zwar Werte nicht verändert werden, aber das Verhalten basierend auf dem Wertesystem der Person kann angepasst werden. Genauso lassen sich Überzeugungen verändern. Denn unsere Überzeugungen zum Arbeitskontext sind zum großen Teil  in der Berufspraxis in der Ausbildung und im Studium erlernt worden.

Ein großer Vorteil der Persönlichkeitsentwicklung liegt darin, dass die Menschen an den Ursachen der Verhaltensveränderung arbeiten. Statt symptomhaften, punktuellen Trainingsmaßnahmen arbeitet man durch Persönlichkeitsentwicklung an einer nachhaltigen Veränderung.

 

Training Agiles Mindset

Training für agiles Mindset muss anders aussehen, als herkömmliche Trainingsmethoden. Wie vorher schon angedeutet geht es um eine nachhaltige Verhaltensänderung. Diese kann man nur über regelmäßiges kontinuierliches Training/Mentoring über einen längeren Zeitraum erreichen. Beim Mindset-Training zeigt sich das, was sich quer durch die Personalentwicklung als gängiges Dilemma herausstellt. Die meisten Unternehmen statten ihre Personalentwicklung nicht mit ausreichend Ressourcen, im Sinne von Zeit und Geld, aus um nachhaltige Verhaltensänderungen zu erreichen. Dies ist weithin bekannt als die Trainings Implementierungslücke. Man besucht also ein Training, versucht vielleicht in den ersten Wochen danach etwas vom Gelernten anzuwenden und kehrt dann in die alten Muster zurück.

Daher ist eine andere Art von Training notwendig. Denn Training ist nur dann erfolgreich wenn die folgenden Faktoren beachten werden:

Erfolgsfaktoren für Mindset Training

  • Relevanz

  • Regelmäßigkeit der Anwendung neuer Verhaltensweisen

  • Individualität

Herkömmliche Trainings wie sie in 90% aller Unternehmen durchgeführt werden sind in der Regel noch relevant, wenn sie gut sind, dann sind sie sogar auch noch einigermaßen individuell, aber die wichtigste Zutat fehlt im Trainingserfolgskochkurs: Regelmäßigkeit in der Anwendung. Nur ein Agiles Mindset Training Konzept, dass alle drei Erfolgsfaktoren beinhaltet ist langfristig erfolgreich und garantiert nachhaltige Verhaltensänderungen.

 

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Kai Gausmann

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