Der Katalysator für digitale Transformation ist

Digitale Führung

Was ist digitale führung?

Die erste Frage, die sich vermutlich jeder stellt ist: Warum braucht es schon wieder einen neuen Führungsansatz? Es gibt doch schon die bekannten Führungsansätze zu transaktionaler und transformationaler Führung, nicht zu vergessen die klassen Führungsstile autoritär, demokratisch, laissez-faire und situativ. Daher sollte digitale Führung auch nicht als neuer Ansatz verstanden werden. Digitale Führung bzw. Digital Leadership ist vielmehr die konsequente Weiterentwicklung bestehender Führungsansätze. Darüber hinaus werden im Rahmen der digitalen Transformationen die Karten neu gelegt. Technologien verändern Kundenverhalten, verändertes Kundenverhalten hat Auswirkungen auf die Produkt- und Servicelandschaft deutscher Unternehmen, dies wiederum hat Auswirkungen auf Ablauf- als auch Aufbauorganisation. Die Veränderung der Organisatinsstruktur hat dann final Auswirkungen auf die Art wie Führung in Zukunft gestaltet sein muss.

 

Ein zweiter Faktor sind nicht nur die reaktiven Auswirkungen, sondern im pro-aktiven Sinne sind Führungskräfte die wesentlichen Faktoren, gerade in konservativen Unternehmen, die den Weg in die digitale Transformation nicht nur begleiten sondern maßgeblich gestalten. Und gerade der zweite Punkt birgt enorme Herausforderungen nicht nur für das Was uns Wie von Führung sondern vor allem für das Warum? Diesen Herausforderungen sehen sich Führungskräfte oft hilflos ausgeliefert. Denn es gibt keine Musterantworten für digitale Führung. Eine Studie von Capgemini hat sogar gezeigt, dass sich Führungskräfte bezüglich ihrer Führungsfähigkeiten in 2018 weniger als in 2012 befähigt sehen, der zukünftigen Herausforderungen gerecht werden zu können.

Inhaltsverzeichnis

Welchen Einfluss hat die digitale Revolution auf digitale Führung?

Welche Führungskompetenzen sind für digitale Führung wichtig?

 

Welchen Einfluss hat die digitale revolution auf digitale führung?

Führung findet immer im gesellschaftlichen Kontext statt. So ist es völlig normal, dass auch Führung sowie andere Bereiche des täglichen Lebens und des beruflichen Alltags sich stetig verändern. Wie in vielen Innovationsbereichen gibt es Ideen und Konzepte häufig schon lange, bevor der Markt dafür reif ist. So ist es auch bei Führungskonzepten und Ideen rund um digitale Führung. Das Konzept der transformationalen Führung zum Beispiel geht schon weit bis in die 80er Jahre zurück und beruht auf Bernhard M. Bass. Dieser wiederum bezieht sich auf die Erkenntnisse der Biographieanalyse von James Mc Gregor Burns. Diese veröffentlichte er bereits 1978. Auch wenn diese Konzepte mittlerweile weite Beachtung finden, so gab es bis heute noch wenig Notwendigkeit für einschneidende Veränderungen in der Führung von Unternehmen. Mit der digitalen Revolution die gerade erst begonnen hat nimmt nun der Veränderungsdruck auf Führungskräfte hin zu Konzepten für digitale Führung zu. Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte waren früher eher linear, planbar und hatten einen - mit heutigem Standard verglichen - geringeren Komplexitätsgrad. Daher war in der Vergangenheit ein tayloristischer Ansatz in der Führung erfolgreich, da Aufgaben in einer verhältnismäßig planbaren Art und Weise abgearbeitet werden konnten.

Zunehmend verändert sich nun die Arbeitswelt. Der Einsatz von modernsten Computertechnologien (Künstliche Intelligenz, Deep Learning, 5G, Internet of Things, etc.) wird zunehmend zum Differenzierungsfaktor, selbst in Industrien, die oberflächlich gesehen keine Wertschöpfung im Bereich des Einsatzes von Computer gesteuerten Technologien leisten. Ein entscheidender Faktor ist jedoch über alle Industrien hinweg gleich: Der Fokus auf die Anforderungen des Kundes sowie Time-to-Market sind zwei Faktoren, durch welche der Einsatz modernster Technologie nicht nur notwendig, sondern zum Differenzierungsfaktor wird. Diese Technologie wiederum beeinflussen, wie unternehmerische Prozesse gestaltet sind. In die Prozesse sind immer auch Mitarbeiter und Führungskräfte involviert und damit verändern sich auch die Anforderungen an Führungskräfte. Während mit einem tayloristischen Führungsstil langatmige Freigabeprozesse erforderlich sind, so können diese geforderten Entscheidungen auf Grund der Geschwindigkeit der heutigen Arbeitswelt schon längst dreimal überholt sein zu dem Zeitpunkt wo sie getroffen werden. Daher müssen sich unter anderem Entscheidungsprozesse grundlegend verändern. Einer von vielen Lösungsansätzen ist hier häufig der Einsatz von agilen Methoden.

Wir leben also heute in einer Gesellschaft, in der es nicht nur wünschenswert und ethisch wäre, Führung zu modernisieren, sondern es ist eine unternehmerische Notwendigkeit.

Welche Führungskompetenzen sind für digitale Führung wichtig?

Eine Metastudie des IFDIZ zeigt die erfolgkritischen Kompetenzen die Führungskräfte im digitalen Zeitalter haben müssen. Die Kernbotschaft dieser Studie ist, dass Kommunikation der unangefochtene Erfolgsfaktor Nummer 1 ist. Dies sind die Top 5 der wichtigsten Kompetenzen für digitale Führung:

  1. Kommunikationsfähigkeit

  2. Veränderungsfähigkeit

  3. Wertschätzung

  4. Transparenzorientierung

  5. Innovationsfähigkeit

Alle diese Kompetenzen zahlen auf die drei Kernverantwortungsbereiche einer strategischen Führungskraft ein (New Leadership in Strategy and Communication). Diese drei Kernverantwortungen sind: Infrastruktur gestalten, Mitarbeiter entwickeln und Mehrwerte schaffen. Die Kompetenzen zahlen wie folgt die Verantwortungsbereiche ein:

  • Infrastruktur gestalten: Kommunikationsfähigkeit, Veränderungsfähigkeit, Transparenzorientierung

  • Mitarbeiter entwickeln: Kommunikationsfähigkeit, Wertschätzung

  • Mehrwerte schaffen: Kommunikationsfähigkeit, Veränderungsfähigkeit, Wertschätzung (für den Kunden), Innovationsfähigkeit

Interessant ist, dass in der Studie die Kompetenz "Fachwissen" mit nur 16% am geringsten ausgeprägt ist. Die Hauptherausforderung die Unternehmen heute und in der Zukunft haben ist ein Mindset Wandel. Denn in Deutschland wurde in der Vergangenheit vor allem nach dem Merkmal Fachwissen befördert. Es muss also ein Umdenken stattfinden von "Wir befördern denjenigen mit dem größten Fachwissen" hin zu "Wir befördern denjenigen, mit den besten Führungsfähigkeiten". Dieses Umdenken findet allerdings nicht von heute auf morgen statt. Häufig brauchen Unternehmen hierfür intensive Begleitung. Wir fokussieren uns voll auf diese Begleitung im Rahmen eines Umsetzungs Coachings.

 
 

Ein zusätzlicher, interessanter Aspekt ist, dass neben Fachwissen die Punte Digitale Medienkompetenz sowie Digital/IT-Kompetenz, die einzigen Fachlichen Kompetenzen sind. Alle anderen Kompetenzen gehören dem Bereich Sozialkompetenzen an. Daher wird es für Unternehmen zunehmend wichtiger auch ihre Learning und Development Abteilungen zu modernisieren. Die Umstellung weg von Classroom Training hinzu mehr on-the-job Training/Coaching sowie begleitenden coachenden Maßnahmen schließt die Trainings-Umsetzungslücke. Denn nur durch anwendungs-bezogenes Lernen können nachhaltige Lerneffekte sicher gestellt werden.

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