3 Mythen über Motivation

Aktualisiert: März 17

Motivationsmythos Nr. 1

Erfolg ist die Folge von MotivationEiner der größten Motivationsmythos ist, dass du dich zuerst motivieren musst und sich danach Erfolgsergebnisse einstellen. Das Gegenteil ist der Fall: Motivation ist die Folge von Erfolgserlebnissen. Motivation ist so etwas wie ein Treibstoff in deinem Leben. Und dieser Treibstoff entsteht, wenn du bei etwas Erfolg hast. Denn aus Erfolg entsteht Selbstwirksamkeit. Das ist ein tiefes Erlebnis, zu spüren, dass dir etwas gelingt. In Wahrheit ist Motivation also das Resultat eines Erfolgserlebnisses, wodurch du dich selbst als kohärent erlebst, oder anders ausgedrückt: du erlebst ein Stärkenerlebnis.


Ein Stärkenerlebnis ist, wenn dir etwas zum ersten und dann auch zum wiederholten Male gelingt und in dir ein Glücksgefühl auslöst. In der Motivationsforschung nennt man das auch Flow-Erleben. Das sind die Momente wo du genau im Rahmen deiner Fähigkeiten handelst und nicht über- aber auch nicht unterfordert bist.


Dieses Glücksgefühl ist ein so starker Belohnungsmechanismus deines Körpers, dass du diesen Zustand möglichst bald, möglichst häufig wieder erreichen möchtest. Und genau das nennt man dann Motivation, also das Verlangen diesen Zustand des Glücksgefühls, der Kohärenz wieder herzustellen. Und somit ist Motivation also die Folge, nicht aber die Voraussetzung von Erfolg.


An die Stelle der Voraussetzungen tritt die Entdeckerfreude oder auch Neugier. Dies beschreibt die Bereitschaft, überhaupt etwas Neues auszuprobieren. Diese Entdeckerfreude ist vielen Menschen allerdings im Laufe ihres Lebens, durch Schule, Eltern, Arbeitgeber aberzogen worden. Hier hilft nur, dass du selber aktiv dich dafür entscheidest, dass du es dir erlauben darfst, diese Entdeckerfreude wiederzufinden.


Mit der Entdeckerfreude kommt also der erste Schritt, einfach etwas auszuprobieren und erst nach einem Erfolgserleben tritt die Motivation als Treibstoff für weitere Erfolgserlebnisse ein. Damit deine Entdeckerfreude siegt, sollten die ersten Schritte bei der Aufnahme einer neuen Tätigkeit möglichst einfach sein und keine großen Hürden darstellen. Dazu kommt außerdem, dass du diese neue Tätigkeit schlicht und ergreifend in deinem Kalender einplanst und dir daraus ein Ritual machst. Der letzte wichtige Punkt ist, dass die Motivation zu deinen Motiven passen muss. Motive sind Charaktereigenschaften, die für dich typisch sind.


Beispiel: Wenn du dich dazu motivieren willst Laufen zu gehen

  • Verdeutliche dir deine Motive: Warum will ich Laufen gehen? Wenn du z.B. Laufen gehen überhaupt nicht magst, dann bräuchtest du zumindest ein starkes Motiv (abnehmen für Hochzeit), dass dich anspornt. Oder du suchst dir einfach eine andere Sportart. Zu Punkt 1 habe ich ein Angebot für dich "Morning Motivation", das dich dabei unterstützt, deine Motive besser kennenzulernen.

  • Plane dir einen Moment in dem es dir leicht möglich ist laufen zu gehen z.B. Montag Morgen 07:30 direkt nach dem Aufstehen (kein Termindruck, möglichst nichts was dich davon abhalten kann)

  • Lege deine Sportklamotten und Laufschuhe schon am Vorabend parat (Ritual)

  • Gehe einfach laufen, selbst wenn du dich nicht "motiviert fühlst", mach's einfach. 10 Minuten Laufen sind besser als 0


Motivationsmythos Nr. 2: Man kann andere Menschen nicht Motivieren

Diese Annahme ist ein Mythos, je nach dem wie man sie betrachtet. Du solltest sehr stark zwei Fälle unterscheiden. Dieser Mythos trifft nur dann zu, wenn deine Motivationsbestrebungen nicht umfassen, sich mit den Motiven des Anderen auseinanderzusetzen. Oder einfacher gesagt: Du kannst jemanden nicht zu etwas motivieren, was er nicht will. Wenn du aber weißt, welche Motive jemanden begeistern, dann kannst du die Motivation in der anderen Person wecken. Es ist also sozusagen eine indirekte Motivation. Weil du lediglich bei der Wahl deiner Worte darauf Wert legst, dass starke Motive in der anderen Person angesprochen werden. Du bist also der Funke, von dem das Feuer überspringt.


Motivationsmythos Nr. 3: Um motiviert zu sein muss man gut drauf sein

Dieser Mythos hängt mit Mythos Nr. 1 zusammen. Denn die falsche Annahme hinter dieser Vermutung ist, dass es bei der Motivation um eine Einbahnstraße geht. Aber ähnlich wie Experimente mit Körpersprache gezeigt haben ist es auch mit der Motivation. In dem Experiment geht es darum, wie die Stimmungslage einer Person und ihre Körpersprache zusammen hängen. Der einfache Fall ist, dass sich die Körpersprache zum negativen verändert (hängender Kopf, hängende Schultern, fehlende Körperspannung, etc) wenn die Testperson schlecht gelaunt ist.


Allerdings tritt auch der umgekehrte Fall ein. Wenn eine Testperson ihre Körpersprache zum negativen bzw. positiven verändert, so hat dies Auswirkungen darauf, wie sich die Person fühlt. Genau so ist es mit der Motivation. Sie ist keine Voraussetzung dafür, dass du eine bestimmte Tätigkeit ausüben kannst (siehe Nr. 1). Die Voraussetzungen sind eine (mindestens minimale) Entdeckerfreude, sowie das schlichte Planen der Aktivität.

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