Unzufrieden im Job - Kai Gausmann

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Unzufrieden im Job

Über manche Berge muss man rüber, sonst führt der Weg nicht weiter.

Inhaltsverzeichnis

Unzufrieden im Job: Gründe

Berufliche Unzufriedenheit im Job: Folgen

Was tun, wenn man mit der Arbeit unzufrieden ist?

Du quälst dich morgens eigentlich nur noch aus dem Bett, weißt nicht wofür du überhaupt aufstehst, fühlst dich vielleicht sogar ausgelaugt, irgendwie kraftlos und weißt nicht woher diese Antriebslosigkeit kommt? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du zutiefst unzufrieden im Job bist. Im folgenden Fachartikel über berufliche Unzufriedenheit erfährst du genau, woran das liegen könnte, warum du unbedingt aktiv werden musst, was passiert, wenn du nicht aktiv wirst und was du genau tun kannst, um die Unzufriedenheit im Job zu überwinden. Übrigens, das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup hat einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, dass 83% aller Deutschen eine geringe oder gar keine Bindung zu ihrem Arbeitgeber spüren. Die Bindung zum Arbeitgeber ist allerdings gleichzeitig ein wichtiger Faktor für die empfundene Arbeitszufriedenheit. Du bist also nicht alleine.

Berufliche Unzufriedenheit im Job, Gallup Studie
 

Unzufrieden im Job: Gründe

Es gibt zahlreiche Gründe, warum du heute unzufrieden im Job bist. Jeden treiben andere Dinge an. Außerdem ist es völlig normal, dass wir mal Phasen haben in denen wir zufriedener und mal unzufriedener sind. Aber die entscheidende Frage ist: Wie ist deine Grundstimmung?

 

Nicht immer liegt es an unserer überzogenen Erwartungshaltung. Häufig sind es die Rahmenbedingungen die einfach nicht zu uns passen. Arbeitspsychologen empfehlen, sich erst reflektiert mit der Ursachenforschung zu beschäftigen, bevor du überstürzt handelst und beim nächsten Arbeitgeber in dieselben Fallen gerätst. Es spielt übrigens keine Rolle, ob die Gründe objektiv nachvollziehbar sind. Entscheidend ist deine subjektive Einschätzung der Situation.

 

So kann es für dich zum Beispiel wichtig sein, Anerkennung für deine Arbeit zu erfahren, wo es einem Kollegen egal sein kann, für seine Arbeit anerkannt zu werden. Die Tipps auf dieser Seite helfen dir dabei, dich selber besser kennenzulernen und entsprechende Schritte einzuleiten. Die häufigsten Gründe für berufliche Unzufriedenheit sind:

Beruflicher und/oder persönlicher Stillstand

Du hast das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht mehr beruflich und persönlich wachsen zu können. Du brauchst immer wieder neue Herausforderungen. Wenn diese Herausforderungen ausbleiben, dann fängst dies an dich zu belasten.

Dauerstress

Ein Meeting jagt das nächste. Der Berg an Arbeit wird einfach nicht kleiner und dein Jahresurlaub reicht gerade mal aus, um ein wenig durchzuatmen. Aber nach wenigen Tagen, wenn du auf die Arbeit zurückkehrst fragst du dich schon wieder, ob du überhaupt im Urlaub warst.

Langeweile

Das Gegenteil vonm Dauerstress ist, dass du dich auf der Arbeit langweilst. Du fühlst dich nicht gefordert, oder es gibt zu wenig Arbeit für dich. Die Arbeit, die eigentlich für eine Woche reichen sollte, hast du schon nach einem Tag erledigt und flüchtest dich in andere Aktivitäten. Glücklicherweise merkt niemand, wie wenig du eigentlich arbeitest, sonst könnte man deine Stelle auch einfach streichen.

Fehlende Identifikation mit dem Arbeitgeber

Du fragst dich, was eigentlich der Sinn deiner Arbeit ist. Oder noch schlimmer: Du bist Nichtraucher, arbeitest aber in der Marketingfirma von Marlboro, Camel und Co? Menschen brauchen einen sinnstiftenden Rahmen für ihre Arbeit.

Schlechtes Arbeitsklima

Ständiges Geläster in der Kaffeeecke? Es wird immer über den Kollegen gelästert, der gerade nicht dabei ist und du bist dir sicher wenn du nicht da bist, dann wird auch über dich gelästert. Der Chef nervt einfach nur und die Geschäftsleitung denkt nur ans Geld? Noch schlimmer: Du weißt ganz genau, dass du die Beförderung nicht bekommen hast, weil ein Kollege sich beim Chef einschleimt. Jetzt hat er den Job, für den du eigentlich hart gearbeitet hast?

Weitere Gründe für Unzufriedenheit im Job

  • Fehlende sinnstiftende Arbeit

  • Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung deiner Leistung

  • Überlastung/Überforderung

  • Monotone, sich ständig wiederholende Aufgaben

  • Anspruch ständiger Erreichbarkeit, auch abends und an Wochenenden

  • Probleme mit dem Chef

  • Schlechte Bezahlung

  • Fehlende berufliche Perspektive: "gläserne Decke"

Woran man beruliche Unzufriedenheit im Job erkennt

  • Du kommst morgens nur schwer aus dem Bett.

  • Du leidest regelmäßig unter körperlichen und psychischen Beschwerden, typischerweise unter Kopf- und Bauchschmerzen, aber auch Verspannungen im Nacken- und Rücken sind typische Anzeichen.

  • Du verspürst eine anhaltende Langeweile und innere Leere – nichts an der Arbeit kann dich begeistern.

  • Du neigst dazu, dich lieber mit anderen Dingen von deiner eigentlichen Arbeit abzulenken.

  • Du grübelst häufig über die Dinge, die dich im Job unzufrieden machen

  • Du jammerst viel über deinen Job und es fällt dir schwer die positiven Seiten zu sehen.

Für 100% Zufriedenheit am Arbeitsplatz sind vier Aspekte absolut notwendig:

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Unzufrieden im Job, 4 Kreise
 

Warum?

Warum stehst du morgens auf? Was motiviert dich? Was ist der (berufliche) Sinn deines Lebens? Nur wenn du diese Frage für dich beantworten kannst wirst du langfristig beruflich zufrieden sein können.

Was?

Du hast dir in deinem beruflichen Leben und in deiner Ausbildung/im Studium schon viel Fachexpertise angeeignet. Es gibt Themen, die dich einfach brennend interessieren und zu denen du dich gerne weiterbildest, über die du gerne mehr erfahren willst. Nur wenn du den Großteil deiner Arbeitszeit mit diesen Themen verbringen kannst wird die Arbeit dich ausfüllen.

Wie?

Jeder Mensch hat seine ganz einzigartigen Fähigkeiten und Stärken. Psychologische Studien zeigen, dass du im Durchschnitt zu 80% deiner Arbeitszeit im Bereich deiner Stärken arbeiten können musst, um langfristige glücklich und zufrieden zu sein. Wie du deine einzigartigen Stärken herausfindest? Hier geht's zum kurzen Stärken Schnelltest.

Wo?

Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen ein Umfeld zu dem wir zugehörig fühlen und das uns unterstützt. Damit du ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln kannst ist es wichtig, dass deine Kollegen ähnliche Werte teilen wie zum Beispiel: "Miteinander statt Konkurrenz", "Vertrauen statt Misstrauen", "Anerkennung statt Missachtung".

Unzufriedenheit im Job: FOlgen

Wissenschaftler sind sich einig: Wenn du längerfristig unzufrieden im Job bist, dann hat das zahlreiche negative körperliche und psychische Auswirkungen für dich. Während das übergangsweise und kurzfristig kein großes Drama ist, sind die langfristigen Folgen dramatisch: Die Ohio State University hat folgende typischen Folgen herausgefunden:

  • Magenprobleme wie Sodbrennen oder ein Magengeschwür

  • Herz-Kreislaufproblemen

  • zu niedriger oder zu hoher Blutdruck

  • Schlafprobleme

  • Chronische Müdigkeit

  • Ständige Stimmungsschwankungen

  • Kopf- und/oder Nackenschmerzen

  • Stress

  • Reizbarkeit

  • Angststörungen

  • Panikattacken

  • Nervosität

  • Depressionen  und

  • Burnout

Du soll​test Unzufriedenheit im Job also keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, sondern dich gründlich damit auseinandersetzen und strategisch vorgehen, um wieder ein zufriedenes, glückliches und erfülltes Leben zu führen.

 

 

Unzufrieden im Job: Was tun, wenn man mit der Arbeit unzufrieden ist?

Wenn die Unzufriedenheit im Job so groß geworden ist, dass du vielleicht sogar schon körperliche oder psychische Folgen spürst, dann ist es höchste Zeit zu handeln. Bevor du allerdings mit deinem Chef sprichst oder gar direkt kündigst musst du selber erst einmal herausfinden, was du von einem erfüllenden Job erwartest. Dies ist der konkrete Stufenplan, der dich in diesem Prozess begleitet:

  1. Analysiere: Welches sind die (wirklichen) Gründe für deine Unzufriedenheit?

  2. Priorisieren: Welche Gründe wirken besonder schwer?

  3. Maßnahmen planen: Welche negativen Aspekte kannst du verändern, welche nicht?

  4. Lösungen erarbeiten: Für die Aspekte die du beeinflussen kannst finde Lösungen

  5. Realitäts-Check: Verändert sich deine Situation? Wir sie besser, schlechter oder bleibt sie gleich?

  6. Exit vorberieten: Wenn sich nichts verändert dann behalte einen kühlen Kopf und plane strategisch

Unzufrieden im Job - Wann eine Kündigung unvermeidlich ist

Diese kurze Checkliste soll dir dabei helfen herauszufinden, wann du unbedingt kündigen solltest. Es gibt rote Linien im Leben. Wenn diese überschritten werden, dann solltest du es dir selber Wert sein zu handeln. Du brauchst nicht überstürzt handeln. Aber wenn deine persönlichen roten Linien dauerhaft überschritten werden, dann fange an planvoll die Kontrolle über dein Leben zurück zu erlangen. Ein Kündigung wird immer dann wahrscheinlicher, wenn:

  • Der Job deiner Gesundheit schadet

  • Die Arbeit nicht mit deinen persönlichen Zielen und Vorstellungen im Leben übereinstimmt

  • Du die "gläserne Decke" erreicht hast und keine weitere Entwicklung mehr möglich ist

Unzufrieden im Job - Neuorientierung

Eine berufliche Neuorientierung ist keine Schande! Viele Menschen haben das Gefühl, dass eine Kündigung, ein Jobwechsel oder sogar ein Branchen- und Berufswechsel für berufliches Scheitern steht. Stattdessen bleiben sie unglücklich und sie und ihre Angehörigen leiden unter den Folgen. Denke daran, gerade wenn du eine Familie hast, dann wirkt sich deine Unzufriedenheit auf die ganze Familie aus. Du trägst die Verantwortung, dass sich deine Unzufriedenheit nicht auf deine Familie auswirkt, also musst du handeln. Für viele Menschen ist die Unzufriedenheit im Job auch ein klares Signal dafür, dass endlich die Zeit gekommen ist, dass sie ihre wahre Berufung finden.

Eine berufliche Neuorientierung birgt immer viele Chancen. Und wenn du sie planvoll angehst, dann gehst du auch kein finanzielles Risiko ein. Den meisten Menschen hilft es auch sehr, wenn sie sich für die Neuorientierung Inspiration bei anderen Menschen suchen. Hör zum Beispiel mal in den Podcast Persönlichkeitsentwicklung rein. Hier findest du spannende Anregungen, zu deiner beruflichen Reise. Bei der beruflichen Neuorientierung stellen viele Menschen kurzfristig ihr ganzes Leben in Frage. Dazu gehören folgende Fragen:

Was ist mir WIRKLICH wichtig im Leben?

Was sind meine WIRKLICHEN Stärken und Fähigkeiten?

Was treibt mich an, was motiviert mich?

Was für ein Typ Menschn bin ich? Visionär, Kreativer, Analytiker, Macher, Stratege?

Welche Art von Menschen brauche ich um mich herum?

Welche Erfolgsblockaden habe ich?

Hier findest du mehr Informationen zu einem strategisch, planvollen Prozess.

 

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